Zwischen Stille und Ekstase

Samstag, 7. November 2026

Beginn 19.30 Uhr

Einlass 19.00 Uhr

Eintritt 15 € (Schül./Stud. 10 €) an der Abendkasse

Seit den 1950er Jahren sind Jazzer fasziniert von der Improvisationskunst, dem melodischen Reichtum und der rhythmischen Komplexität der klassischen indischen Musik. Immer wieder haben sie von indischen Musikern gelernt und mit ihnen zusammengespielt – z.B. John Coltrane, John McLaughlin und anderen. Viele von uns erinnern sich noch an Ravi Shankar, der u.a. mit Yehudi Menuhin zusammengespielt und die Musik der Beatles beeinflusst hat.

Ragas, modale Melodie-Gebilde, sind der Kern der klassischen indischen Musiktradition. Ein Raga wird nach überlieferten Regeln improvisierend immer wieder neu zum Leben erweckt.

Sitar und Tabla sind DIE indischen Instrumente. Schon mit den ersten Tönen schaffen ihre charakteristischen Klangfarben eine unverwechselbare hypnotische Atmosphäre.

Die Raga-Performance beginnt traditionell mit einer meditativen Einführung. Wie eine Geschichte aus Tönen wird der Raga dabei Schritt für Schritt entfaltet, ohne festes Metrum, angelehnt an den Atem des Musikers. Dann kommt die Tabla dazu, und mit ihr der Tala, ein erst langsam, dann immer schneller kreisender Rhythmus. Im improvisierten dialogischen Spiel von Thema und Variation verdichten Sitar und Tabla das musikalische Gewebe immer weiter, bis es in ein mitreißend virtuoses Finale mündet.

Der Tübinger Tamim Ziai spielt seit über 20 Jahren Sitar und ist seit 2003 Schüler des begnadeten Sitar-Maestros Pandit Kushal Das, einem der berühmtesten lebenden Sitarspieler Indiens.

Der Tablavirtuose Ashis Paul, geboren 1974 in Kalkutta, ist Meisterschüler von Anindo Chatterjee, einem der bedeutendsten Tablameister der letzten Jahrzehnte. Er hat bereits mit zahlreichen indischen Top-Musikern auf weltweiten Tourneen gespielt und wird für seine einfühlsame rhythmische Begleitkunst ebenso geschätzt wie für seine atemberaubenden Soli.

Wir freuen uns, dass das Duo nach vier Jahren wieder einmal den Weg in die Zehntscheuer Entringen findet. Ihr beeindruckender Auftritt vor vier Jahren ist Vielen sicher noch in guter Erinnerung: